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Taekwondo

Koreanischer Schriftzug Taekwondo (Fuß-Faust-Weg)

ist sowohl ein uraltes Kampfkunstsystem als auch ein relativ neues und modernes System. Die Anfänge des Taekwondo reichen ca. 2000 Jahre zurück und haben ihre Wurzeln in Korea. Grabmalungen aus der Zeit des 37 v.Chr. im Norden Koreas entstandenen Königreichs Koguryo lassen veruten, dass schon damals Taekwondo-ähnliche Techniken bekannt waren. Neu systematisiert und unter dem Namen Taekwondo vorgestellt, wurde es jedoch erst 1955 von dem koreanischen Generalmajor a.D. Chol Hong-Hi. Er darf sich somit mit Recht als Erneuerer des Kampfkunstsystems Koreas bezeichnen.

Leider blieb auch das Taekwondo von den Einflüssen der Teilung Koreas, nach den Auseinandersetzungen zwischen Nord- und Südkorea, nicht verschont. Während sich im Norden das ITF-Taekwondo-System (International Taekwondo Federation) unter General Choi entwickelte, etablierte sich im Süden das WTF-System (World Taekwondo Federation) unter der Leitung von Kim Un-Yong. Im Jahr 1973 fanden dann in Seoul die ersten WTF-Weltmeisterschaften statt. Bis vor kurzem fanden jedoch auf Weltebene nur im Bereich Wettkampf Meisterschaften statt. Erst im Jahr 2006 gab es im Bereich Formen erstmalig Weltmeisterschaften.

In über 100 Ländern haben sich mittlerweile nationale Verbände herausgebildet, in Deutschland die Deutsche Taekwondo Union e.V. (DTU), welche sich in der World Taekwondo Federation (WTF) zusammengeschlossen haben. In Deutschland ist Taekwondo mittlerweile in einigen Bundesländern anerkannter Schulsport und seit dem Jahr 2000 ist es olympische Disziplin.

Der Name Taekwondo hingegen besteht aus drei altkoreanischen Wörtern. Wörtlich übersetzt bedeutet Taekwondo „Fuß-Faust-Weg".

TAE - bedeutet soviel wie stoßen und schlagen mit den Füßen. Das sind Kicks in allen Variationen; in Kopf- oder Bauchhöhe, nach vorn oder hinten, gedreht oder gesprungen, einfach oder doppelt.

KWON - heißt Faust und steht für die verschiedenen Handtechniken, wie Fauststoß, Handkantenschlag, Fingerspitzenstoß u.s.w..

DO - kann man am besten mit der „geistigen Entwicklung" zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit des „Ich" erklären.

Taekwondo besteht hauptsächlich aus den beiden Bereichen Formenlauf (eine Abfolge von festgelegten Abwehr- und Angriffstechniken gegen einen imaginären Gegner) und dem Wettkampftaekwondo. Weiterhin sind die Grundschule, bei der korrekte Ausführungen der Basistechniken trainiert werden, sowie der Bruchtest (Kyok Pa) und die Selbstverteidigung (Hosinsul) ein wesentlicher Bestandteil des Taekwondo.

Taekwondo kann von Sportlern jeden Alters und beiderlei Geschlechts betrieben werden. Auch die Motivation zur Ausübung des Sports kann verschieden sein. Die Einen betreiben es als Hochleistungs- und Wettkampfsport und für die Anderen ist es eher das Kampfkunstsystem an sich, Bewegungslehre oder Körperschulung. Es gibt aber auch Viele, für die ist Taekwondo mehr als das Alles - für sie ist ist Lebensinhalt.

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