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Vitamin C

Will man sich vor Erkältungen schützen, muss man viel Orangen, Kiwis und anderes an Vitamin C reiches Obst und Gemüse essen - denken wir seit über 60 Jahren. Diese von Nobelpreisträger Linus Pauling aufgestellte These müssen wir wohl nun - glaubt man neuesten Studien - ins Reich der Legenden verbannen. ....

... Dies gilt ganz besonders, wenn eine Erkältung bereits im Anmarsch ist. Dann hilft die berühmte Extraportion Vitamin C wohl gar nichts. Im Fachmagazin "PLoS Medicine" haben ein australischer und ein finnischer Forscher ihre Untersuchungsergebnisse veröffentlicht. Sie haben 55 Studien über Vitamin C im Zusammenhang mit Erkältungen untersucht und sind zum Ergebniss gekommen, dass Vitamin C nur im sehr geringen Maße einer Infektion vorbeugt und im Falle einer Erkrankung nur ein sehr geringer Linderungseffekt erkennbar sei. Allerdings - in 6 der 55 Studien wurden Probanten mit starker körperlicher Belastung untersucht. Soldaten, Skifahrer und Marathonläufer wurden untersucht und seien durch zusätzliche Einnahme von Vitamin C um 50 Prozent weniger von Schnupfen geplagt gewesen als vergleichbare Versuchsgruppen. Um die biochemischen Mechanismen zu klären, soll nun weiter untersucht werden.

Fest steht jedoch trotzdem, dass es zwischen einer Vitamin-C-reichen Ernährung und einem intakten Imunsystem einen direkten Zusammenhang gibt. Entsprechend ernähren sollte man sich aber das ganze Jahr über. Allerdings reicht dazu das Essen z.B. einer Paprika oder Kiwi pro Tag. Die Wirkung von zusätzlich eingenommenen Pillen scheint also eher fraglich zu sein.

Wer die kalte und ungemütliche Jahreszeit trotzdem ohne Triefnase überstehen will, sollte außer ständig gesunder Ernährung viel mehr andere Vorsorge treffen. Das meiden von überheizten Räumen zum Beispiel steht dabei an oberster Stelle. Denn nicht die kalte Luft draußen sondern die zu warme und zugleich trockene Heizungsluft drinnen zählt zu den größten Erkältungsfallen. Es ist erwiesen, dass Menschen in arktischen Breitengraden viel seltener für Erkältungen anfällig sind als in unseren Breiten. Außerdem sind die meisten Krankheiterreger relativ empfindlich gegenüber Kälte.

Trotzdem treten Erkältungen häufiger in der kalten Jahreszeit auf - ein Widerspruch? - Nein, denn das Problem ist, dass wir uns viel häufiger in beheizten und schlecht belüfteten Räumen aufhalten. Die Keimzahl in den Räumen ist höher und im Zusammenhang mit den durch die trockene Luft ausgetrockneten Schleimhäute, welche uns vor den Erkältungsviren schützen, haben die Viren ein leichtes Spiel. Wir müssen uns also gerade in der ungemütlichen Jahreszeit viel draußen an der frischen Luft aufhalten, müssen aber trotzdem nicht auf mollig warme Wohnungen verzichten. Hier reicht das regelmäßige Belüften.



Quelle: www.gesundheit.de, t-online

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